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Spaniens Geschichte im Überblick

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Von der Frühgeschichte bis heute. Ein kompakte Zusammenfassung über die wechselhafte Geschichte Spaniens

columbus.jpg
Christoph Columbus (1451-1506)
  Ferdinand von Aragon.jpg
Ferdinand v. Aragon (1474-1516)
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Caudillo (span. Anführer) Franco (1892-1975) trifft den Führer (1889-1945).
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Juan Carlos-seit 1975 König von Spanien, geboren 5.1.1938 in Rom

Einführung

Die Frühgeschichte Spaniens ist im besonderen Maße durch die zeitlich aufeinanderfolgenden Einflüsse verschiedener Völker gekennzeichnet, die sich über die gesamte Halbinsel ausdehnten. Die aus dem Süden kommenden Iberier, ein libysches Volk, waren die ersten, denen die Kelten, ein typisch arischer Volksstamm, folgte. Durch die Vermischung beider bildete sich ein neuer Volksstamm, die Kelt-Iberier, die, aus diversen Stämmen (Kantabrier, Asturier und Lusitaner) bestehend, den jeweiligen Herkunftsgebieten ihren Namen gaben.

Von Bodenschätzen angezogen, kamen zunächst die Phönizier, die mehrere Handelsniederlassungen entlang der Küste errichteten. Als wichtigste unter diesen ist Cadiz zu nennen. Später siedelten sich Griechen an, die unter anderem die Dörfer Rosas, Ampurias und Sagunto gründeten. Im Kampf gegen die Griechen zogen die Phönizier die Karthager hinzu, die, unter dem Befehl von Hamilcar Barca, den Großteil Spaniens schließlich in Besitz nahmen. Gleichzeitig erhob Rom territoriale Ansprüche auf die sich im Grenzstreit befindlichen griechischen Einflußgebiete, welches den Beginn des 2. Punischen Krieges auslöste und letztlich über das Schicksal der damaligen Welt entschied.

Nach dem römischen Sieg begann Publius Cornelius Scipio, "der Afrikaner", die schrittweise Eroberung Spaniens, das in den folgenden 6 Jahrhunderten unter römischer Herrschaft stehen sollte.
Einmal vollständig vereinnahmt, wurde die Halbinsel so intensiv romanisiert, das sie ebenso berühmte Schriftsteller, wie Seneca und Lucan, wie auch bedeutende Kaiser, wie Trajan und Hadrian, hervorbrachte.

Rom hinterließ vier wesentliche Basiselemente sozialen Charakters: die lateinische Sprache, das römische Recht, die Stadtverwaltung und den christlichen Glauben.

Nach dem Untergang des Römischen Reiches fielen die Sweben, Vandalen und Alanen in Spanien ein, die jedoch von den Westgoten besiegt wurden, welche bis zum Ende des 6. Jahrhunderts fast die komplette Halbinsel besetzt hielten.

Zu Beginn des 8. Jahrhunderts marschierten die Araber vom Süden kommend ein und eroberten zügig das Land. Ein kleines, im Norden verbliebenes Bollwerk sollte schlieblich Ausgangspunkt für die Rückeroberung werden, die erst 8 Jahrhunderte später endete. Der Zeitraum maurischen Einflusses auf das Land läßt sich durch drei Perioden kennzeichnen:
Die Emirate (711-756), die Kalifate (756-1031) und die Reinos de Taifas (kleine unabhängige Königreiche -1031-1492).

Die Eheschließung zwischen den Katholischen Königen Isabel von Kastilien und Ferdinand von Aragon im Jahre 1469 ebnete den Weg für den Verbund beider Königreiche. Hieraus resultierte der zunehmende Erfolg Spaniens. Im Verlauf ihrer Herrschaft wurde im historischen Jahr 1492 Granada, die letzte existente arabische Festung innerhalb Spaniens, zurückerobert und Amerika durch die von der Krone Kastiliens entsandten Schiffe, die unter dem Kommando Christopher Kolumbus standen, entdeckt. Die Kanarischen Inseln wurden im Jahre 1495 Teil spanischen Hoheitsgebietes. Zum Nachteil Frankreichs wurde die Hegemonie Spaniens im Mittelmeerraum durch die Eroberung von Neapel manifestiert und Navarra in das Königreich einverleibt.

Sowohl das darauffolgende 16. als auch das 17. Jahrhundert bezeugten den Aufbau und Höhepunkt des Spanischen Kaiserreiches. Unter dem Schutz der Österreicher entwickelte sich das Land zu einer Weltmacht, von der die gesamte europäische Politik abhängig war.

Der Erbfolgekrieg der spanischen Krone (1701-1714) markierte das Ende der Habsburger-Dynastie der Habsburger und die Ankunft der Bourbonen. Der Vertrag von Utrecht im Jahre 1713 manifestierte die britische Besatzung Gibraltars, was zu einer bis heute andauernden anachronistischen Kolonialsituation führte und die einzige, noch immer existente Zwistigkeit zwischen Spanien und dem Vereinten Königreich verursachte.

1808 wurde Josef Bonaparte nach der napoleonischen Invasion auf den spanischen Thron berufen. Der hartnäckige Widerstand des spanischen Volkes jedoch erreichte seinen Höhepunkt mit der erneuten Machtübernahme der Bourbonen in Person von Fernando VII.
Die kurze Herrschaft von Amadeus von Savoy ging 1873 mit seiner Abdankung zu Ende, und die Erste Republik wurde proklamiert.

Ein militärischer Putsch stellte 1875 die Monarchie jedoch wieder her, und Alfonso XII wurde zum König Spaniens erklärt. Sein Sohn, Alfonso XIII, folgte ihm 1886 auf den Thron, dem seine Mutter Königin Maria Cristina von Habsburg bis zu seiner Krönung 1902 als Regentin zur Seite stand.

Zuvor hatte ein kurzer Krieg mit den USA 1898 zum Verlust von Kuba, Puerto Rico und den Philippinen geführt, was zur vollständigen Auflösung des spanischen Reiches in Übersee führte.

Durch die Kommunalwahlen am 12. April 1931 wurde deutlich, dass in allen großen Städten Spaniens die Kandidaten, die die Monarchie unterstützten, schwere Verluste hinnehmen mußten. Die Anzahl, der auf die Republikaner vereinigten Stimmen war in Städten wie Madrid und Barcelona enorm. In ländlichen Bezirken gewann die Monarchie genügend Sitze, um eine Mehrheit für sich auf nationaler Ebene zu sichern. Allgemein bekannt jedoch war es, daß die ‘caciques’ noch immer dermaßen einflußreich auf dem Land waren, daß eine faire Wahl unmöglich war. Am Abend des Tages nach den Wahlen versammelten sich riesige Menschenmassen in den Straßen Madrids. Der engste Vertraute des Königs riet ihm, die Hauptstadt unverzüglich zu verlassen, um ein Blutbad zu verhindern. Infolgedessen verließ Alfonso XIII Spanien und die Zweite Republik wurde am 14. April etabliert. Während ihrer fünfjährigen Lebensdauer wurde sie von allerlei politischen, wirtschaftlichen und sozialen Konflikten geplagt, die die Meinungen unerbittlich in zwei unversöhnliche Lager teilten.

Das Klima wachsender Gewalttätigkeit gipfelte am 18. Juli 1936 in einem Militärputsch, der sich in einen tragischen 3 Jahre andauernden Bürgerkrieg verwandelte.
Am 1. Oktober 1936 wurde General Franco zum Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ausgerufen. Der spanische Staat begann eine Periode vierzigjähriger Diktatur, währendderer das politische Leben des Landes von der Illegalität sämtlicher politischer Parteien mit Ausnahme der Nationalbewegung gekennzeichnet wurde.

Der Tod Francos 1975 beendete eine Periode spanischer Geschichte und öffnete mit der Thronbesteigung des aktuellen Königs von Spanien, Juan Carlos I von Borbon und Borbon, den Weg zur Wiederherstellung der Monarchie.

Schon bald etablierte sich der junge Monarch als entschlossener Motor im Übergang zu einer Demokratie westlichen Stils mittels eines Prozesses politischer Reformen, die als Ausgangspunkt die francoistische Rechtsstruktur beinhalten. Aldolfo Suarez, der Premierminister der zweiten Monarchen-Regierung (Juli 1976), führte den sogenannten Übergang zur Demokratie mit Entschlossenheit und Geschick aus, wobei ihn ein breiter, innerhalb der Gesellschaft vorherrschender Konsens sicherlich unterstützte.

Nach mehreren Etappen (Anerkennung von Grundrechten, politischen Parteien einschließlich der Kommunischten Partei, Gewerkschaften, einer Amnestie für politische Vergehen, u.s.w.) erreichte der Übergang seinen Höhepunkt mit den ersten seit in 41 Jahren abgehaltenen Parlamentswahlen am 15. Juni 1977. Der daraus hervorgegange Cortes entschloß sich zu einem konstituierenden Prozeß, der mit der Annahme einer durch Universalstimmrecht ratifizierten neuen Verfassung am 6. Dezember 1978 beendet wurde.

Zwischen 1980 und 1982 verabschiedeten die Regionen von Katalonien Baskenland Galizien und Andalusien Gesetze für die Regierungen ihrer autonomen Gebiete und wählten die jeweiligen Parlamente. Im Januar 1981 trat der Premierminister, Aldolfo Suarez, zurück und wurde durch die Amtsübernahme von Leopoldo Calvo-Sotelo abgelöst.

Am 27. August 1982 überreichte Calvo-Sotelo dem König ein Dekret über die Auflösung des Parlaments und den Aufruf zu Allgemeinwahlen am 28. Oktober.
Wahlsieger an den Urnen war die Spanische Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) und ihr Generalsekretär, Felipe Gonzalez. Die Sozialisten bekamen 202 der 350 Sitze des Unterhauses und annähernd 48% der abgegebenen Stimmen. Felipe Gonzalez wurde nach der Parlamentswahl der Investitur zum Premierminister (am 2. Dezember) ernannt. Die Hauptverlierer waren die Spanische Kommunistische Partei (PCE) und die Union des demokratischen Zentrums, die sich infolge der Abtrünnigkeit einiger ihrer Mietglieder auflöste. Die Volksallianz, deren Vorsitzender Manual Fraga war, konnte beachtliche Gewinne (106 Sitze und etwa 26% der Stimmen) verzeichnen. Die darauffolgenden Allgemeinwahlen von 1986, 1989 und 1993 gewannen die Spanische Sozialistische Arbeiterpartei und konsolidierte die Situation der unter José Maria Aznar geführten Volkspartei, zur zweitgrößten politischen Macht des Landes.

Die 18 Themen sind:

1. Erste menschliche Siedlungen
2. Römische Anwesenheit
3. Westgotisches Königreich
4. Moslemisches Spanien
5. Die Rückeroberung
6. Die Katholischen Könige
7. Die Entdeckung Amerikas
8. Der Aufstieg und Untergang des Spanischen Reiches
9. Die Bourbonen und die Aufklärung
10. Der Krieg der Halbinsel und die Verfassung von 1812
11. Das 19. Jahrhundert
12. Der Verlust der Kolonien
13. Spanien und der Erste Weltkrieg
14. Die 2. Republik
15. Der spanische Bürgerkrieg
16. Francos Diktatur
17. Der demokratische Übergang
18. Die parlamentarische Monarchie


Erste Menschliche Siedlungen

25.000 bis 10.000 v.Ch.: Die Höhlengemälde von Pinal, Pena de Candamo, El Pendal, Pasiega, Ribadesella und Altamira begründen die Existenz einer hohen Kultur in der Zeit von Magdalenien.

1.100 v.Ch.: Die Phönizier gründen Kadiz (Cádiz), Baria Adra, Almunecar und Malaga.

1.000 v.Ch.: Zivilisation der Tartessians. Die ersten Kelten kommen von der anderen Seite der Pyranäen.

7. Jahrhundert v.Ch.: Die Griechen gründen Hemerosopion und Manake.

6. Jahrhundert v.Ch.: Emporio (Ampurias) und Rhodaes (Rosas) werden gegründet.

237 v.Ch.: Hamilcar läßt sich im Süden und Südosten nieder und gründet Akra Leuke (Alicante). Hasdruba gründet Cartago Nova (Cartagena).

218 v. Ch.: Hamilcar nimmt Saguntum (Punischer Krieg) ein. Die Kartager besetzen Italien. Scipio landet in Spanien und erobert Hasdrubal in Tarraco (Tarragona), Illipa (Alcala del Rio) und Gadir. Rome annektiert das Land und teilt es in zwei Provinzen auf: Hispanis Citerior und Hispanis Ulterior.

Moslemisches Spanien

Die Familie Witzia, eine adlige Familie, leitete zum Beginn des 8. Jahrhunderts den Niedergang des Westgotenreichs ein, indem sie Moslems und Berberkämpfer von der anderen Seite der Straße von Gibraltar um Hilfe baten, um den Thronräuber zu bekämpfen. In der Tat ermöglichte der Zerfall des westgotischen Staatsapparats den Moslems vereinzelte Abkommen mit einer teilweise unabhängigen Aristokratie, die gegen die Kröne war.

Bis zur Mitte des 8. Jahrhunderts hatte die Moslems ihre Besatzung beendet und Umayyad Prinz Abd al-Rahman, der von der Abassid-Schlacht im Jahre 750 n. Chr. geflüchtet war, fand Zuflucht bei den Berbern. Zuletzt gelang es ihm 755 mit der Unterstützung eines der moslemischen Stämme der Halbinsel, der Yemenies, den Abbasid-Gouverneur von Al-Andalus zu besiegen und sich selbst in Cordoba und unabhängig von Damaskus, zum Emir ernennen zu lassen. Im ersten Drittel des 10. Jahrhunderts stellte einer der spanischen Umayyads das Emirat von Al-Andalus wieder her, erweiterte es, und wurde dann der erste spanische Kalif Spaniens.

Die Bekanntmachung des Kalifats hatte ein Ziel in zweifacher Hinsicht: Einerseits wollten die Umayyads das Halbinselkönigreich innenpolitisch stärken. Andererseis wollten sie außerhalb des Landes die kommerziellen Routen zum Mittelmeer festigen und die wirtschaftliche Beziehungen zum Ost-Bizantium sowie die Goldversorgung sichern. Melilla wurde 927 besetzt und bis Mitte des Jahrhunderts kontrollierten die Umayyads das von Algerien, Siyimasa und dem Atlantik gebildete Dreieck . Die Macht des andalusischen Kalifats reichte bis nach Westeuropa, und bis 950 tauschte das germano-römische Reich Botschafter mit dem Cordobaer Kalifat aus. Einige Jahre vorher hatte sich Hugo von Arles an das mächtigen spanische Kalifat zwecks sicheren Geleits seiner Handelsschiffe im Mittelmeer gewandt. Die kleinen Festungen christlicher Herrkunft im Norden der Halbinsel wurden bescheidene Feudalstützen des Kalifats in Anerkennung seiner Überlegenheit und seiner Arbitrage.

Die Grundsteine der andalusischen Hegemonie beruhten auf beträchtlicher Wirtschaftsmacht, bestehend aus wichtigem Handel, einem entwickelten Handwerkssektor und landwirtschaftlicher Erfahrung, die weitaus leistungsfähiger war als alles andere im restlichen Europa. Das Fundament der Wirtschaftspolitik des Cordobaer Kalifats beruhte auf seiner Währungseinheit, und die Einführung eines Münzsystems spielte die Hauptrolle hinsichtlich seines finanziellen Ruhms. Die Münze "Der goldene Cordobes" wurde zur Hauptwährung dieser Zeit, und wurde wahrscheinlich vom Karolingischen Reich nachgeahmt.

Das Cordobaer Kalifat war somit das erste städtische und kommerzielle Wirtschaftssystem, welches in Europa seit dem Verschwinden des Römischen Reiches gedieh. Die Haupt- und wichtigste Stadt des Kalifats, Cordoba, hatte etwa 100.000 Einwohner, was sie zur wichtigsten Stadt Europas diseser Zeit machte.
In moslemisches Spanien entwickelte sich eine blühende Kultur, vor allem nach der Machtübernahme des Kalifen Al-Hakam II (961-976). Ihm wird die Gründung einer Bibliothek mit tausenden von Bänden zugeschrieben, was damals fast undenkbar in Europa war. Das prägnanteste Unterscheidungsmerkmal dieser Kultur zu anderen war die frühe Wiedereinführung klassischer Philosophie von Ibn, Masarrra, Abentofain, Averroes und dem Juden Maimonide. Die spanisch-moslemischen Denker ragten jedoch hervor, vor allem in der Medizin, der Mathematik und der Astronomie.

Die Zersplitterung des Cordobaer Kalifats begann Ende des ersten Jahrzehnts des 11. Jahrhunderts; ein Ergebnis der zahlreichen Kriege der letzten Führer Cordobas und dem daraus resultierenden finanziellen Druck, der das Kalifat erstickte. Die 39 Nachfolger des vereinten Kalifats wurden als die ersten (1009-1090)Taifas (kleine Königreiche) bekannt, eine Bezeichnung, die in die spanische Sprache eingegangen ist und die ein Synonym für die von Zersplitterung und Uneinigkeit hervorgebrachte Zerstörung darstellt. Diese Spaltung ereignete sich noch weitere zwei Male, was demnach die zweiten und dritten Taifas erzeugte und außerdem eine Serie neuer Invasionen aus Nordafrika mit sich brachte. Zuerst drangen die Almoravides (1090) auf der Halbinsel ein. Danach kamen die Almohads (1146) und dann die Banu Marins (1224). Diese fortschreitende Schwächung bewirkte, daß sich das islamische Spanien bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts auf das Nasrud-Königreich in Grenada reduzierte. Zwischen der Straße von Gibraltar und dem Gata-Kap gelegen, kapitulierte dieses historische Relikt erst am 2. Januar 1492, zum Ende der Rückeroberung.

Die Rückeroberung

718: Pelayo, ein westgotischer Adliger, der zum König ernannt wurde, besiegt die moslemische Armee in Alcama in der Nähe von Covadonga. So begann die christliche Rückeroberung Spaniens.

750: Die Christen besetzen unter Alfons I. Galicien, welches von revoltierenden Berbertruppen im Stich gelassen worden war.

778: Die Armee Charlemagnes erleidet die Niederlage von Roncesvalles durch die Vasconen. Tod von Roland.

791 bis 842: Alfonso II. besiegt mehrere Festungen und besiedelt die Region südlich des Dueroflußes.

873 bis 898: Wilfried der Haarige, Graf von Barcelona, errichtet ein christliches Königreich, welches zu einem gewissen Grad unabhängig von den fränkischen Königen ist.

905 bis 926: Sancho I. Garces gründet ein baskisches Königreich, dessen Zentrum Navarra ist.

930 bis 950: Ramiro II., König von Leon, besiegt Abd al-Rahman III. bei Simancas, Osma und Talavera.

950 bis 951: Graf Fernan Gonzalez legt den Grundstein für die Unabhängigkeit Kastilien.

981: Ramiro III wird von Almansur bei Rueda besiegt und gezwungen, einen Tribut an den Kalifen von Cordoba zu zahlen.

999 bis 1018: Alfons V. Leon stellt seine Königreiche wieder her.

1000 bis 1033: Sancho III. von Navarra bezwingt die Grafschaften von Aragon, Sobrarbe und Ribagorza, nimmt die Grafschaft von Kastilien in Besitz und trifft ein Abkommen mit Bermudo III. von Leon mit der Idee, ihm seine Herrschaftsgebiete zu entziehen und sich selbst zum Kaiser zu ernennen. Bei seinem Tod überläßt er jedoch Navarra seinem Sohn Garcia III., Kastilien Fernando I., und Aragon, Sobrarbe und Ribagorza Ramiro I.

1035 bis 1063: Fernando I. besiegt Coimbra und verpflichtet die Moslems von Toledo, Sevilla und Badajoz, ihm einen Tribut zu zahlen. Vor seinem Tod teilt er seine Territorien zwischen seinen zwei Söhnen auf: Kastilien geht an Sancho II. und Leon an Alfonso VI.

1065 bis 1109: Alfonso VI. vereint unter seiner Herrschaft die zwei Königreiche und nimmt Toledo in Besitz .

1086: Der Vormarsch der Christen zwingt die moslemischen Könige von Granada, Sevilla und Badajoz, die Almoravides um Hilfe zu bitten.

1102: Die Anhänger des Cid verlassen Valencia und die afrikanische Moslems besetzen die Halbinsel bis Zaragoza.

1118: Alfonso I. von Aragon besiegt Zaragoza.

1135: Alfonso VII. von Leon stellt das Ansehen der Leoner Monarchie wieder her und wird zum Kaiser ernannt.

1151: Die Almohades, eine andere afrikanische Dynastie, welche die Almoravides vertrieben haben, nehmen Almaria erneut ein.

1162: Alfonso II., Sohn von Petronila und Ramon Berenguer IV., vereint in seiner Person das Königreich von Aragon und die Grafschaft von Barcelona.

1195: Die Almohades besiegen die Kastilenen bei Alarcos.

1212: Höhepunkt der Rückeroberung. Alfonso VIII. von Kastilien ist mit der Unterstützung von Sancho VIII. von Navarra, Pedro II. von Aragon und einigen Truppen aus Portugal und Leon in der Schlacht von Las Navas de Tolosa erfolgreich.

1229: Jaime I. von Aragon, der Eroberer, erobert Mallorca zurück.

1230: Alfonso IX. von Leon kämpft sich entlang der Guadianaflusses durch, bezwingt Merida und Badajoz und macht den Weg für die Eroberung Sevillas frei.

1217-1252: Fernando III, König von Kastilien und Leon, besiegt Cordoba, Murcia, Jaen und Sevilla. Nur Granada verbleibt als unabhängiges moslemisches Königreich.

1252-1284: Alfonso X. der Weise führt die Rückeroberung fort und wird gezwungen, mit den Aufständen der ‘Mudejars’ in Andalusien und Murcia fertigzuwerden. Er will 1257 zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches ernannt werden. Alfonso X. entwirft das ‘Fuero de las Leyes’, der Vorläufer der ‘Siete Partidas’.

1284: Eine Versammlung von Adligen, Prälaten und Bürger entthronen Alfonso X. und übergeben seinem Sohn Sancho IV. die Macht.

1309: Fernando IV nimmt Gibraltar ein.

1312-1350: Alfonso XI bekämpft das Königreich von Granada 25 Jahre lang und 1340 gewinnt er die Schlacht von Rio Salado.

1369: Pedro I., der Schreckliche, wird in Montiel von seinem Halbbruder Enrique de Trastamara ermordet, der danach als Enrique II. regiert.

1385: Die Portugiesen schlagen die Kastilenen in Aljubarrota.

1464: Enrique IV. von Kastilien ernennt als Thronfolgerin seine Schwester, die künftige Isabel I., genannt die Katholische, zur Thronfolgerin und enterbt seine Tochter Juana, die den Spitznamen ‘La Beltraneja’ hat.

1469: Isabel I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon heiraten, was die Einheit Spaniens vollendet.

1492: Indem sie die Rivalitäten zwischen den letzten moslemischen Gouverneuren Spaniens ausnutzen, beenden die Katholischen Könige Isabel und Ferdinand die Rückeroberung mit dem Sieg in Granada am 2. Januar. Entdeckung Amerikas am 12. Oktober.


Die Katholische Könige

1474-1516: Die herausragendsten Ereignisse während der Herrschaft von Isabel und Ferdinand waren :

1.Die Eroberung Granadas am 2. Januar 1492, welche die christliche Rückerorberung gegen die Moslems in Spanien bedeutete.

2.Die Entdeckung Amerikas am 12. Oktober 1492 durch Christopher Columbus.

3.Die Einführung der Inquisition; der Gerichtshof hatte nicht nur religiöse Bedeutung, sondern war auch ein legitimes Mittel der königlichen Macht, die Autorität des Staates zu stärken. Die Einheit Spaniens war nach der Hochzeit der königlichen Monarchen 1464 möglich.

4.Die Vertreibung der Juden. Die Suche nach Einheit endete nicht mit dem militärischen Akt von 1492, sondern wurde durch Verfolgung von religiös Andersdenkenden mit dem Ziel kultureller Gleichheit fortgesetzt. Im Jahr der endgültigen Rückeroberung erlangte die Vertreibung der Juden, welche eine Bekehrung ablehnten, und die darauffolgende Vertreibung der Moslems ihren Höhepunkt.

5.Die Versöhnung der Königreiche. Man versuchte den Staatsapparat und die königliche Autorität zu stärken und um dies zu erreichen, benutzte man die bereits bestehende juristische Einrichtungen sowie die Verwaltung. Die spanische Monarchie erschien so als einer der ersten modernen Staaten im Europa der Renaissance.

6.Eine internationale Politik durch eheliche Verbindungen um die spanische Macht zu stärken. Die spanische Monarchie führte eine Auslandspolitik, die durch die Gründung eines Dauerstaates beeinflußt wurde, welchem Beamte und Diplomaten nach einem, zugleich flexiblen wie auch bündigen Einheitskonzept dienten.

Die Entdeckung Amerikas

Eines des herrausragendsten Ereignisse während der Herrschaft der katholischen Könige war der am 12. Oktober 1492: die Entdeckung Amerikas durch Christopher Columbus.

Die Tatsache, daß Christopher Columbus, der kein Spanier war, sich an einen fremden Hof wandte, um seine Dienste anzubieten, beweist, daß die Entdeckung Amerikas nicht zufällig war.

Portugal und Kastilien (Spanien) waren bei der Erforschung überseeischer Handelsrouten weit vorgestoßen, und Sevilla, eine vermögende und bekannte spanische Stadt, war zu der Zeit ein wichtiges Handelszentrum. Man weiß, daß die afrikanischen Routen zu Gunsten Portugals Kastilien verschlossen blieben. In dem Vertrag von Alcacoba (1479) verzichtete Alfonso V. von Portugal auf seine Forderungen an Kastilien und erkannte die Rechte Kastiliens über die Kanarischen Inseln an, während Kastilien die Rechte Portugals über die Azoren, Cap Verde und Madeira anerkannte.

Die Kanarischen Inseln waren ein ausgezeichneter Startort für vielseitige Routen. Diese bot Christopher Columbus einem Staat an, der sie benötigte und der gleichfalls an diese Art von Unternehmen gewohnt und somit darauf vorbereitet war. Das vereinigte Spanien besaß 1492 eine starke Kriegsmaschinerie, eine stabile Wirtschaft, einen guten Ruf nach außen, Marineerfahrung, welche die Erforschung von Handelswegen einschloß, und ein bemerkenswertes wissenschaftlich-technisches Potential. Außerdem Mathematiker, Geografen, Astronomen und Schiffsbauer, die aus dem Gemisch drei verschiedener Kulturen (Juden, Moslems und Christen) hervorgekommen waren. Der einzige Rivale war ihr Nachbar Portugal, der, wie wir wissen, eine Ausdehnung Spaniens in Afrika verhinderte.

Columbus’ Angebot wurde trotz seiner ersichtlichen Fehler schnell akzeptiert. Doch während seiner Reise nach Asien stieß seine Flotte unerwarteterweise auf den amerikanischen Kontinent.
Die Spanier waren aufgrund ihrer Vorgeschichte besonders gut darauf vorbereitet zu erobern, zu besetzen, zu bevölkern, neues Land zu erforschen und sich in fremde Länder zu integrieren..

Der Aufstieg und Untergang des Spanischen Reiches

1516: Beim Tod von Ferdinand von Aragon wird die spanische Krone auf Karl I. von Spanien (Karl V. von Deutschland) übertragen, der die Königreiche Kastilien und Aragon sowie die italienischen und europäischen Herrschaftsgebiete der Habsburger unter einem Zepter vereint.

1519: Karl wird als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt (28. Juni). Danach wird Spanien in endlose Kriege verwickelt: Der Monarch greift das Osmanische Reich an, nimmt François I. von Frankreich als Geisel und versucht das schwierige Problem der Reformation zu lösen.

1556: Karl dankt ab und tritt in das Kloster von Yuste ein in welchem er zwei Jahr später stirbt. Seine Herrschaftsgebiete werden zwischen seinem Sohn Philip II. und seinem jüngeren Bruder Ferdinand I. aufgeteilt. Der Großteil des Reiches bleibt in den Händen des spanischen Zweigs des österreichischen Hauses.

1571: Don Juan von Österreich, der Halbbruder von Philip II., besiegt die Türken in der Seeschlacht von Lepanto.

1588: Desaster der unschlagbaren Armada gegen England. Der Untergang Spaniens wird immer offensichtlicher.

1700: Mit dem Tod von Karl II. endet die Habsburger Dynastie und der spanische Erbfolgekrieg begann, woran Frankreich, England und Österreich beteiligt waren.

1714: Der Krieg geht zu Ende. Frankreich drängte Philip von Anjou (Philip V.), den Enkelsohn Louis XIV. auf den spanischen Thron. Spanien verliert Belgien, Luxemburg, Mailand, Neapel, Sardinia, Minorca and Gibraltar.

Die Bourbonen und die Erweiterung

Carlos II., der letzte der spanischen Habsburger, hinterließ keine direkten Nachkommen, aber er ernannte einen Sohn seiner Schwester Maria Theresa und Louis XIV von Frankreich, Felipe von Anjou, zum Nachfolger. Zum König von Spanien und den Westindischen Inseln gekrönt, war Felipe V der erste spanische Bourbonenkönig, der mit seiner Herrschaft die Erweiterung Spaniens einleitete; eine Zeit der harmonischen Außenbeziehungen, Reformen und der inneren Entwicklung.
Die Herrschaft von Felipe V. kann in drei Phasen unterteilt werden: zuerst die Vormundschaft durch Frankreich, danach Unabhängigkeit und zum Schluß die Phase des Gleichgewichts zu der großen Nachbarnation.

1759-1788 Während der Herrschaft von Karl III. hielt der politische Kurs des Premierministers, Floridablanca, Spanien aus Problemen heraus, obwohl es vorsichtig in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg eingriffen. Karl III. führte eine tiefgreifende Umformung des Landes durch, er erneuerte die Landwirtschaft und führte die neuesten Städtekonzepte aus seiner Heimatstadt Neapel ein. Es war zu der Zeit, als Madrid, eine unbedeutete Stadt in La Mancha, in eine moderne Stadt umgeformt wurde, versehen mit eleganten Gebäuden, die denen Paris’, Mailands oder Neapels ebenbürtig waren. Sie wurde mit fließenden Wasser, einem Abwassersystem, einer Straßenbeleuchtung und einem Hof von großer Eleganz und Pracht ausgestattet.
Obwohl ein beträchtlicher Widerstand seitens des gewöhnlichen Volkes gegen diese Einführungen bestand, waren die Intellektuellen für die Erweiterung und Diderots Enzyklopädie empfänglich. Spanien begann Architekten, Ingenieure, Geografen und Naturkundler hervorzubringen. Später, als die demokratischen Ideen der Französischen Revolution Spanien zu erreichen begannen, konnten sie die herrschende und politische Bevölkerung nicht überzeugen.
Nach einer kurzen Zeit erzwungener Verbindung mit Frankreich, welche in einer franco-spanischen Flotte bei Trafalgar zur Verteidigung gegen die Briten gipfelte, fielen Napoleons Truppen in Spanien ein. Der folgende sechsjährige Krieg auf der Halbinsel, in Spanien als Unabhängigkeitskreig bekannt, in dem Guerillataktiken angewandt sowie eine Politik der Zerstörung gemacht wurde, versetzte der spanischen Wirtschaft den Todesstoß.

Der Krieg der Halbinsel und die Verfassung von 1812

1808-1813: Das spanische Volk erhebt sich gegen die französische Herrschaft (2. Mai 1808) und mit englischer Hilfe wird Napoleon geschlagen. Der Krieg der Halbinsel (Unabhängigkeitskrieg) war ein Schlüsselfaktor bei der Kristallisierung der spanischen Nationalität.

1808: Die instabile alte Ordnung, welche der Invasion die Türen geöffnet hatte, fiel zeitgleich mit einer Krise der Dynastie, die das enorme Prestige der tausendjährigen Krone ernsthaft gefährdete. Ferdnando, der Prinz von Asturien und Thronfolger, führte Intrigen gegen Godoy, den Premierminister, der öffentlich angeklagt war, der Liebhaber der Königin zu sein und der für alle Mißstände dieser turbulenten Zeit verantwortlich gemacht wurde. Im März 1808 trat Godoy zurück und Carlos IV. dankte zu Gunsten seines Sohnes ab, aber der Monarchie war irreparabler Schaden zugefügt worden.
Napoleon, der die Herrschaft Fernandos VII. nicht anerkannt hatte, beschloß, die spanische Dynastiekrise auszunutzen und Bourbons durch Bonapartes zu ersetzen. Um dies zu erreichen, ließ er die spanische Königsfamilie nach Bayonne kommen und zwang Fernando VII. zu Gunsten seines Vaters abzudanken, der wiederum zu Gunsten von Joseph Bonaparte abdankte. Es war eine Zeremonie, bei der alle Formalitäten eingehalten wurden und die von allen öffentlichen Einrichtungen und hohen Persönlichkeiten des Königreichs festgehalten wurde. Die Bonapartes versuchten, das politische Regime mit dem "Gesetz von Bayonne", welches für den 8. Juli 1808 geplant war, zu vereinen. Obwohl dieses Dokument historisch gesehen sehr wichtig ist, hat es weder juristisch noch praktische Bedeutung, weil es niemals in Kraft trat. Jedoch war es der erste Verfassungstext, der in Spanien erschien.
Die durch dieses Gesetz eingeführten Reformen konnten von Joseph Bonaparte nicht durchgeführt werden, ohne daß ein Großteil der Spanier sie ebenso ablehnte wie die neue Monarchie, die man als illegal und als Produkt eines Verrats ansah.
Das Ergebnis war ein Generalaufstand, der am 2. Mai begann, und der von Goya in seinen Gemälden verewigt wurde.
Der spanische Krieg, wie man ihn in Frankreich nannte, dauerte sechs Jahre. Die Spanier nannten ihn den Unabhängigkeitskrieg, ein nationaler Krieg, der allumfassend war.

1810: Aber wenn der Krieg der Halbinsel als ein Meilenstein in der Geschichte der Revolutionen gelten soll, muß man ebenso die Gründung von Verwaltungs- und juristischen Einrichtungen hervorzuheben, andere Mittel, mit denen sich das Land gegen die Eindringlinge verteidigen konnte. Die Eröffnungssitzung der neuen Cortes wurde am 24. September 1810 abgehalten. Die folgenden Grundprinzipien wurden beschlossen: die Staatsgewalt geht vom Volke aus; die Legitimation Fernando VII. als König von Spanien und die Unverletzlichkeit der Abgeordneten. Die Cortes von Cadiz arbeiteten sehr intensiv und der erste spanische Verfassungstext wurde am 12. März 1812 in Cadiz verkündet.

1812: Dies war der Anfang der spanischen Verfassung. Seitdem hatte Spanien sieben Verfassungen, inklusive der seit 1978 gültigen. Das Gesetz von Bayonne, von Joseph I. 1808 gebilligt, wird nicht dabei berücksichtigt, da viele Autoren es nicht als Verfassung im eigentlichen Sinne ansehen, sondern als ein Ergebnis des Einmarsches Napoleons

Das 19. Jahrhundert

Als die spanischen Diplomaten 1814 dem Kongress in Wien beiwohnten, repräsentierten sie einen siegesreichen Staat, aber eine ruinierte und gespaltene Nation. Die starke Krise in Spanien hatte das spanische Imperium in Amerika ernsthaft geschwächt, weil viele der amerikanischen Kolonien in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts ihre Unabhängigkeit forderten.
Die Geschichte des restlichen 19. Jarhunderts war von dem Dynastiedilemma beherrscht, welches durch den Tod Ferdinands VII., der keinen männlichen Erben hatte, hervorgerufen wurde. Seine Tochter übernahm den Thron als Isabel II., aber ihr Onkel, der legendäre Don Carlos, widersetzte sich diesem Anspruch, und rief so den ersten von zwei Karlistenkriegen hervor. Diese betrafen besonders Navarra, das Baskenland und ‘El Maestrazgo’, die Region, die Castellon, Tarragona und Teruel überspannt.

Bedeutende Daten des 19. Jahrhunderts sind:

1808-1813: Das spanische Volk erhebt sich gegen die französische Herrschaft (2. Mai 1808) und mit englischer Hilfe wird Napoleon geschlagen.

1814-1833: Während der Herrschaft Ferdinand VII. gewannen die spanischen Kolonien in Amerika, außer Kuba und Puerto Rico, ihre Unabhängigkeit zurück.

1833-1868: Der Tod von Ferdinand VII. und die Machtübernahme von Isabel II. verursachen den ersten Karlistenkrieg, da das Salische Gesetz abgeschafft wird.

1841-1843: General Espertero wird zum Regenten des Königreichs ernannt.

1843: General Narvaez setzt General Esperto ab.

1854: Leopold O’Donnell erhebt sich gegen Narvaez und löst ihn als Premierminister ab.

1868: Die Revolution, die Isabel II. zu Fall bringt, wird von den Generälen Serrano und Prim angeführt.

1870: Amadeus von Savoy, Herzog von Aosta, wird zum König von Spanien erklärt. General Prim wird ermordet.

1873: Amadeus I. dankt ab und die "Cortes" rufen die Republik aus.

1873-1874: Die 1. Republik –Diese Republik muß sich mit dem Krieg in Kub, dem 3. Karlistenkrieg und den aufständischen 'Kantonen' im Süden und Südosten des Landes befassen. Nach den Präsidentschaften von Figuras, Pi y Margal, Salmeron und Castelar, löst die Bekanntmachung von General Pavia die "Cortes" auf und unterstützt die Regierung unter General Serrano.

1874: Die Rückgabe: General Martinez Campos erhebt sich in Sagunto und erklärt die Rückkehr der Bourbonen unter Alfons XII.

1876: Die Vernichtung des Karlismus und der Frieden von ‘El Zanjon’, welche einen zehnjährigen Krieg in Kuba beendet und es ermöglicht, eine stabile Regierung aufzustellen.

1885-1886: Alfons XII. stirbt und Nachfolger ist sein bereits verstorbener Sohn, Alfons XIII.. Seine Mutter, Maria Christina von Habsburg und Lorena, regiert an der Stelle ihres Sohnes.

1895: In Kuba bricht der Unabhängigkeitskrieg aus.

1898: Der Krieg mit den USA setzt der verbliebenen spanischen Kolonialmacht ein Ende: Kuba, Puerto Rico und die Philippinen werden den Siegern übergeben.

Der Verlust der Kolonien

1898: 1898 verlor Spanien seine letzten überseeischen Kolonien (Kuba, Puerto Rico und die Philippinen), verhängte aber ein Protektorat über Marokko als neuem Protektorat, was sich als neue Spannungsquelle erwies. Die heikle wirtschaftliche und soziale Situation des Staates äußerte sich durch innere Spannungen, mit Aufständen der Anarchisten in verschiedenen Regionen und Straßenkämpfen in Barcelona 1909 und 1917.

1909: Der Marokkokrieg nimmt verheerende Ausmaße an, was zu einer Protestwelle im ganzen Land und den Ereignissen der "tragischen Woche" in Barcelona führten.

1914-1918: Spanien bleibt im 1. Weltkrieg neutral.

1921: Die in Marokko kämpfenden Truppen erleiden die Niederlage von Annual.

1923: General Primo de Rivera gewinnt die Macht durch einen Staatsstreich (13. September 1923) und errichtet anfangs mit Hilfe der Armee eine Militärdiktatur. Primo de Riveras Diktatur löste einige der zahlreichen Probleme, die das Land plagten: Er beendete den Krieg in Afrika, schuf lokale Regierungen bekannt und präsentierte ein ehrgeiziges Arbeitsprogramm. Der Versuch, durch die Eingliederung einer Nationalversammlung, die lediglich beratende Charakter hatte (1926), zu einer verfassungsmäßigen Regierung zurückzukehren, schlug jedoch fehl, da die Entwürfe zur Einrichtung der spanischen Monarchie abgelehnt wurden (1929).

Spanien und der Erste Weltkrieg

1914-1918: Die neutrale Position Spaniens während des Ersten Weltkriegs war von geringer Bedeutung. Steigende Preise und der verschwindende Markt in Europa führten zu zunehmender Instabilität, und

1917 beschloß die in Barcelona abgehaltene generalparlamentarische Versammlung die Einführung von Reformen und rief im August zum Generalstreik auf.

Die 2. Republik

1931: Nach den Kommunalwahlen wurde die Republik ausgerufen. Das revolutionäre Komitee wurde zur provisorischen Regierung. Niceto Alcala Zamora wurde zum Präsidenten ernannt. Die wählenden Cortes entwerfen eine neue Verfassung.

1933: Die Parteien der rechten Mitte erlangen die Mehrheit in den Cortes.

1934: In Katalonien und Asturien finden Revolutionen gegen die Beteiligung der CEDA (spanische Verbindung der autonomen Rechten) an der Regierung statt.

1936: Die Volksfront, eine linke Koalition, gewinnt die Wahlen. Die neuen Cortes setzen Alcala Zamora ab und ernennen Manuel Azana zum neuen Präsidenten der Republik.
Azanas erste Regierung verkündet eine Generalamnestie, die Wiederaufnahme der Agrarreformen und Satzungen für Katalonien, die baskischen Provinzen und eventuell Galicien. Azana wurde im Mai zum Präsidenten der Republik erklärt und Cesares Quiroga wurde mit der Regierungsbildung beauftragt. Die Konflikte blieben bestehen, und nachdem Castillo, Leutnant des Überfallkommandos, von Faschistischen ermordet wurde, rächten sich seine Waffenbrüder mit der Ermordung des Führers der Opposition, Calvo Sotelo, am 12. Juni. Fünf Tage später, am 17. Juni, erhob sich die Militärgarnison in Malilla. Der Bürgerkrieg hatte begonnen.

Der spanische Bürgerkrieg

Einführung:

1936-1939: Ein in Marokko organisierter Militäraufstand, angeführt von General Francisco Franco, verbreitet sich schnell im ganzen Land und löst so den spanischen Bürgerkrieg aus. Nach zahlreichen blutigen Schlachten, in denen das Glück sowohl der einen, als auch der anderen Seite hold war, gewannen schließlich die "Nationalen" und zogen am 28. Mai 1939 siegreich in Madrid ein.

Bedeutende Ereignisse:

1936: Der tragische Tod Calvo Sotelos beschleunigte den Militärputsch, welcher schon lange Zeit vorbereitet worden war. Derzeit hatten die Verbündeten nur noch General Francos Entscheidung bezüglich des Zeitpunktes abgewartet. Am 18. Juli griff der Putsch auf andere Garnisonen in Zentralspanien über und Franco übernahm am folgenden Tag das Kommando der Armee in Marokko. Der Aufstand war in Sevilla (unter General Quiepo de Llano), den Balearen (General Goded), den Kanarischen Inseln und Morokko (Franco), Navarra (Mola), Burgos und Zaragoza erfolgreich. General Yague drang nach Extremadura vor und Mola nahm Irun ein. Ende 1936 kontrollierten die Nationalisten den größten Teil Andalusiens, Extremadura, Toledo, Avila, Segovia, Valladolid, Burgos, Leon, Galicien, Teile von Asturien, Victoria, San Sabastian, Navarra und Aragon, ebenso die Kanaren und Balearen mit Ausnahme von Menorca. Kastilien la Nueva, Katalonien, Valencia, Murcia, Almeria, Gijon und Bilbao blieben in Händen der Republikaner.
Die republikanischer Regierung bildete eine Koaltion, die von Giralt angeführt wurde und der eine weitere unter Largo Caballero folgte. Dies brachte die CNT (Confederación Nacional de Trabajo, die Nationale Arbeitsverbindung) ins Kabinett und und sie ging nach Valencia. Am 29. September ernannte die "Junta zur nationalen Verteidigung" Franco zum Staatsoberhaupt und Kommandanten der Streitkräfte. Um diesen Umständen entgegenzuwirken, gründete die republikanische Regierung eine Volksarmee und bewaffnete die Miliz. Beide Seiten erhielten bald Hilfe von außerhalb: die Internationale Brigaden unterstützten das republikanische Spanien, die italienischen und deutschen Truppen das nationale Spanien.
Jarama, Brunete, Quinto, Belchite, Fuentes de Ebro, Teruel, die Zufluchtsstätten und der Ebro waren die Schlachtfelder des spanischen Bürgerkriegs.

1937: Das Jahr 1937 zeichnete sich durch Kämpfe im Norden des Landes aus: Guernica wurde im April bombardiert und Bilbao im Juni, Santander im August und Gijon im Oktober eingenommen. Im Gegenzug eröffnete die Republikaner Fronten in Guadalajara (März), Brunete (Juli) und Belchite (August). Die Schlacht von Teruel begann Ende des Jahres.

1938: Die Nationalisten verlegten ihre Bemühungen nach Aragon, eroberten Teruel zurück und spalteten die republikanische Zone nach der Einnahme Castellons im Juli 1938 in zwei Teile. Die Regierung antwortete mit der sogenannten "Ebro-Schlacht" (Juli-November 1938), die mit einer reublikanischen Niederlage und 70.000 Tote endete.

1939: Nachdem der Widertand der Regierung einmal gebrochen war, begannen viele Spanier an die Grenzen Frankreichs ins Exil zu flüchten. Katalonien fiel am 10. Februar 1939. Madrid war die einzige sich noch widersetzende Stadt, und die von der "Junta der Verteidigung" (angeführt von Casado und Besteiro) gemachten Friedensvorschäge waren nutzlos. Die Nationalisten bezwangen die besetzte Hauptstadt am 28. März 1939, und am 1. April beendete General Franco den Krieg ofiziell.

Francos Diktatur

1939-1945: Spanien bleibt im des 2. Weltkrieg neutral.

1947: Franco gibt die Rückkehr zur Monarchie im Falle seines Todes oder Rücktrittes bekannt (Gesetz der Erbfolge)

1953: Spanien und die USA unterzeichnen eine Übereinkunft, die die Einrichtung gemeinsam genutzter Stützpunkte festsetzt.

1955: Eine Übereinkunft zwischen den USA und der UdSSR ermöglicht Spanien mit 15 weiteren Nationen den Eintritt in die Vereinten Nationen.

1956: Sidi Mohammed ben Yusef, der marokkanische Sultan, erreicht in einer Einigung mit Franco das Ende des spanischen Protektorats über Marokko.

1958: Die spanische Regierung übergibt Tarfaya, im Süden Marokkos, an Marokko. Die marokkanische Regierung beansprucht ebenfalls Ifni.

1962: Seine Königliche Hoheit Prinz Juan Carlos heiratet die königliche Prinzessin Sofia von Griechenland.

1963: Die Übereinkunft über die Militärbasen zwischen Spanien und den USA wird um 5 Jahre verlängert.

1968: Spanien gewährt dem Äquatorial Guinea seine Unabhängigkeit (12. Oktober).

1969: Das Gebiet von Ifni wird Marokko übergeben. Die Grenze zu Gibraltar wird geschlossen. Juan Carlos von Bourbon und Bourbon wird öffentlich als Kronprinz eingesetzt, ein Tag nachdem Franco ihm als Erbfolger den Titel des Königs verliehen hat.

1970: Die Freundschaft und die Übereinkünfte mit den USA werden um 5 Jahre verlängert.

1973: Die Regierungschef Luis Carrero Blanco wird von der ETA, der baskische Separatistenorganisation, am 20. Dezember ermordet.

1975: In einem gemeinsamen Hirtenbrief, dem ersten seit 1937, stellen die Bischöfe klar, dass die Garantie auf "die Rechte auf Versammlung, Vereinigung und freie Meinungsäußerung" obligatorisch sind.

Die USA und Spanien geben einen bedeutenden Vertrag über Militärbasen bekannt, die eine amerikanische Militärhilfe für Spanien begründet (4. Oktober).

Ein Erlaß erklärt die Sprachen Katalanisch, Baskisch und Galicisch zu Nationalsprachen.

Die Cortes billigen das Ende der spanischen Anwesenheit in der spanischen Sahara und eine Übergabe der Verwaltungen an die Kolonialregierung (18. November).

General Franco stirbt am 20. November.

König Juan Carlos leistet in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Cortes und einem Ausschuß des Königreichs den Königlichen Eid
Ein Kapitel der spanischen Geschichte war für immer abgeschlossen, und das Tor zu Frieden und Hoffnung für das spanische Volk geöffnet.

Der demokratische Übergang

Der neue König war in seinen Anstrengungen, Spanien einen raschen demokratischen Fortschritt zu sichern, ebenso bestimmt wie klug und indem er die Institution umformte, verkörperte er "die Monarchie für alle Spanier." Es war jedoch keine einfache Aufgabe. Er mußte die gesetzlichen Bedingungen, ein Erbe der Zeit Francos, respektieren, ebenso wie viele seiner Parteien.

1976: Arias Navarro, der Regierungsoberhaupt blieb, bewies bald, daß er nicht fähig war, einen reibungslosen Übergang zu garantieren, während eine Reihe ernster Vorfälle wie, z.B. Vitoria, Montejurra und Demonstrationen, bei denen Amnestie gefordert wird, überall im Land stattfanden. Letztendlich gibt Arias Navarro seinen Posten ab und wird durch Adolfo Suarez (Juli) ersetzt.
Die neue Regierung schlägt aus zwei Kammern bestehende Cortes vor und bittet, den Arbeitern zu gestatten, ihre eigenen Vereinigungen, abgesehen von "vertikalen Syndikaten", zu organisieren.
Die Cortes verabschieden das Politische Reformgesetz, welches ebenso durch ein Referendum genehmigt wird.

1977: Die Regierung widerruft die Gesetzesvorschläge von Vereinigungen, die ihnen die Macht gaben, eine Legalisierung jeglicher Parteien zu verweigern. Spanien und die UdSSR kündigen die Gründung volldiplomatischer Beziehungen an. Zehn Parteien, einschließlich der Sozialistischen Partei Spaniens (PSOE), der Sozialistischen Volkspartei und der Christlich Demokratischen Partei, sind gesetzlich anerkannt. Eine königliche Verordnung löst die nationalistische Bewegung fast auf. Die Regierung erkennt die kommunistische Partei an. Die Vereinigung des demokratischen Zentrums (UCO) erhält den Hauptanteil der Stimmen bei der Wahl im Juni. Die Verordnungen, die bis zu einem gewissen Grad die Selbstregierung Kataloniens beinhalten, werden vom König unterzeichnet. Die Regierung stimmt der vorläufigen Autonomie des Baskenlands zu.

1978: Spanien stimmt mit 88%iger Mehrheit der neuen Verfassung zu, in der Spanien als parlamentarische Monarchie definiert wird.

1980: Das Baskenland und Katalonien werden anerkannte autonome Regionen.

1981: Suarez tritt als Staatsoberhaupt zurück und wird durch Leopoldo Calvo Sotelo ersetzt. Der Rückgang der UCD und der Wechsel der Staatsoberhäupter findet zugleich mit dem Untergang des autoritären Regimes statt. Eine Gruppe ziviler Wachposten stürmte den Kongreß und hielt die Abgeordneten als Geiseln fest, während der General einer der militärischen Regionen des Landes den Aufstand dadurch unterstützte, indem er seine Gruppen anwies, Valencia zu besetzen. Der entscheidende Eingriff des Königs beendete den versuchten Aufstand und die Spanier verteidigten ihre Demokratie. Dieses Ereignis schwächte die Regierung und die regierende Partei noch mehr.

1982: Am 28. Oktober fanden neue Hauptwahlen statt. Die PSOE erhielt die absolute Mehrheit. Felipe Gonzalez wird Staatsoberhaupt. Dieses Ereignis kann als Höhepunkt des Übergangs angesehen werden und es stellte die endgültige Konsolidierung des demokratischen Fortschritts dar.

Die parlamentarische Monarchie

Die spanische Verfassung wurde einstimmig vom Parlament und mit einer 87%igen Zustimmung des Volkes in einem Referendum am 6. Dezember 1978 verabschiedet. In Artikel 1 wird eine parlamentarische Monarchie klassischen europäischen Stils festgesetzt wobei er gewisse Besonderheiten bezüglich der spanischen Situation beinhaltet.
Artikel 1.3 besagt: ‘Die politische Form des spanischen Staates ist die einer parlamentarischen Monarchie.’

Die Verfassung schreibt eine Trennung von Exekutive, Legislative, und Judikative vor und verleiht dem König in seiner Funktion als Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte institutionelle Unterstützung.

Die oberste Staatsgewalt ist ein aus zwei Kammern bestehendes Parlament, Cortes genannt, dessen Mitglieder von allen Bürgern, die mindestens das 18. Lebensjahr vollendet haben, gewählt werden. Die maximale Amtszeit beträgt vier Jahre. Die Wahl der Volksvertreter erfolgt aufgrund geschlossener Listen, die entweder von den politischen Parteien oder den Wahlkoalitionen entworfen werden, wobei die Anzahl der Abgeordneten jeder Partei im Verhältnis zu den erhaltenen Stimmen steht. Der jeweilige Anteil an Sitzen im Parlament richtet sich nach dem Stimmenverhältnis gemäß der sogenannten Hondt’schen Regel, wonach die Stimmen der Parteilisten in kleineren Wählerschaften gewichtiger sind. Diese Regel wurde mit der Einstimmigkeit aller Parteien eingeführt, um eine strenge Verhältniswahl zu vermeiden, da sonst zu viele Parteien im Parlament vertreten wären und dies zur einer schwachen Regierung führen würde.

Die Sorge um die Stabilität der gewählten Regierungen spiegelt sich auch bei der Aufstellung der Minister wieder. Sie werden vom Präsidenten der Regierung (Premierminister) ernannt und sind ihm direkt verantwortlich. Der Präsidentschaftskandidat der Regierung wird von der Mehrheit der Abgeordneten in den Cortes gewählt wird und er stellt ihnen seinen Regierungsentwurf vor, nachdem ihn der König mit der Formierung der Regierung beauftragt hat. Um gewählt zu werden, muß der Premierminister die absolute Mehrheit der Stimmen in der ersten Runde oder eine einfache Mehrheit in der zweiten Runde erhalten. Um die Stabilität der neugewählten Regierung zu stärken, muß etwaiger Mißtrauensantrag den Namen der aufgestellten Kandidaten beinhalten, der den Präsidenten ersetzen würde, und falls dem Mißtrauensantrag stattgegeben wird, muß das vollständige Verfahren der Regierungsbildung erneut durch geführt werden. Dieses Verfahren, welches die "Verfassungsväter" (Gabriel Cisneros, Manuel Fraga, Miguel Herrero y Rodríguez de Miñón, Gregorio Peces-Barba, José Pérez Llorca, Miguel Roca y Jordi Sole Tura) eingeführt haben, ist ein wirksamer Schutz gegen plötzliche Schwankungen zwischen den Koalitionen. Die Regierung kann nur gestürzt werden, wenn die Mehrheit diesem Wechsel zustimmt.

Die Stabilität der spanischen Demokratie profitiert ebenfalls von dem uneingeschränkten Rückhalt seitens der Monarchie. König Juan Carlos bewies bei ihrem Wiederaufbau Intelligenz und Fingerspitzengefühl. Dadurch verschafft er der Monarchie den bisher besten Ruf in der modernen spanischen Geschichte, beim spanischen Volk wie auch in anderen Ländern. Die Offenheit der Königlichen Familie, ihre einfache Lebensart, der abgeschaffte Hofstaat sowie die Unterstützung des Königs, der Königin, des Kronprinzen und der zwei Prinzessinnen an humanitäre Einrichtungen haben dazu beigetragen, die Krone aus politischen und ideologischen Konfrontationen herauszuhalten und sie zum Garanten demokratischer Werte zu machen.

erstellt: 2. 01. 04 · zuletzt geändert: 14. 08. 05 · 8854 mal gelesen · hoch
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