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Teneriffa Daten

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Teneriffa (span. Tenerife) ist die größte der Kanarischen Inseln und gehört geografisch zu Afrika, politisch zu Europa (Spanien).

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So sieht es der Astronaut / Kosmonaut
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Pico del Teide

Fläche: 2.057 km²
Größte Erhebung: 3.718 (Pico del Teide)
Einwohnerzahl: ca. 700.000
Bevölkerungsdichte: 340 Einwohner/km²
Hauptstadt: Santa Cruz de Tenerife
Größte Stadt: Santa Cruz de Tenerife
Feriengäste/Jahr: ca. 4,2 Mio.

1 Geographie

1.1 Geologie
1.2 Klima
1.3 Flora und Fauna

2 Geschichte

3 Sehenswürdigkeiten

4 Wirtschaft und Infrastruktur

5 Literatur



1 Geographie

1.1 Geologie

Die Insel Teneriffa entstand vor etwa 7 bis 5 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität. Die geologisch ältesten Teile der Insel sind das Anagagebirge im äußersten Nordosten, das Tenogebirge im Nordwesten sowie kleine Gebiete (Bandas del Sur) im äußersten Süden.

Jünger ist das Vulkanmassiv im Zentrum der Insel, das in der Mitte von einer gewaltigen Caldera eingenommen wird. Aus ihr erhebt sich wiederum der höchste Berg von ganz Spanien, der 3.718 m hohe Teide.

Nimmt man diese Gebirgszonen zusammen, ergibt sich geographisch gesehen ein Y.

Dass die Insel geologisch noch sehr aktiv ist, zeigen die nachgewiesenen Vulkanausbrüche zwischen dem Teidemassiv und dem Tenogebirge in den Jahren 1706, 1798 und 1906.

1.2 Klima

Teneriffa weist wie alle anderen Inseln des Kanarenarchipels ganzjährig milde Temperaturen auf. Die südlich der Rossbreiten entstehenden Nordost-Passatwinde saugen sich mit Feuchtigkeit aus dem relativ kühlen Kanarenstrom auf und halten somit die heiße Saharaluft fern. Diese Winde haben ihrem Ursprung im Azorenhoch, das sich im Winter über Madeira befindet, im Sommer jedoch weiter nach Norden zu den Azoren wandert. Dann haben die Passatwinde auch genügend Platz, um sich bis Teneriffa mit Atlantikwasser vollzusaugen. Während sie nachtsüber von der Insel ferngehalten werden, ziehen sie tagsüber bis an das Teidemassiv heran. Es bilden sich in etwa 1.000 bis 1.500 m Höhe Wolken, die beim Kontakt mit den dortigen Loorbeer- und Kiefernwäldern zu feinem Nieselregen kondensieren. Dieser Umstand bringt in den sonst ausgesprochen trockenen Sommermonaten der Landwirtschaft auf Nordseite der Insel entscheidende Vorteile.

Wetterdaten
Jan - Feb - Mär - Apr - Mai - Jun - Jul - Aug - Sep - Okt - Nov - Dez
Ø Sonnenstunden/Tag
5,9 -- 6,6 -- 7,1 -- 7,7 - 8,8 -- 9,8 - 10,6 - 9,8 -- 8,5 -- 6,9 -- 5,9 -- 5,5
Luft [°C]
17,9 -17,9 -18,6 -19,0 -20,4-22,2 -24,3 -25,0 -24,3 -22,8 -20,6 -18,7
Wasser [°C]
19 -- 18 -- 18 --- 18 ---- 19 -- 20 -- 21 -- 22 -- 23 -- 23 -- 21 -- 20
Ø Regentage
5 ----- 5 ---- 5 ----- 3 ---- 1 ---- 0 ---- 0 ---- 1 ---- 1 ---- 3 --- 5 --- 6


1.3 Flora und Fauna

Die Insel weist eine vielfältige Vegetation auf - zahlreiche Pflanzenarten sind nur auf den Kanaren oder sogar nur auf Teneriffa heimisch. Die Kanarische Kiefer (Pinus canariensis) bildet riesige Wälder. Im trockenen Süden der Insel sind Kakteen beheimatet. Eine weitere charakteristische Pflanzenart ist der Drachenbaum - der älteste der Welt ist bei Icod de los Vinos auf Teneriffa zu finden. Die in Deutschland als Weihnachtssterne bekannten Pflanzen, jene die bei uns in Töpfen zum Advent gekauft werden, wachsen in Teneriffas Norden in Wildform als riesige Büsche. Die Strelitzie ist ein beliebtes Souvenir für Touristen.

Die Tierwelt weist wenige Säugetiere auf - am Teide ist die Waldkatze zu Hause, es gibt außerdem ausgewilderte Kaninchen. Raubtiere oder giftige Schlangen hat es nie gegeben. Reich ist dagegen die Vogelwelt - es gibt auch einige für Teneriffa und für die Kanaren typische Arten, etwa den Teidefink oder die Wildform unseres Kanarienvogels - den Kanarengirlitz. Auffällig sind weiter die Echsen, die in großer Zahl auf Teneriffa vorkommen.

Eine Besonderheit sind auch die Wale, die in großer Zahl in der bis zu 3.000 m tiefen Meerenge zwischen Teneriffa und Gomera anzutreffen sind. An kaum einem anderen Ort der Welt sind in dieser relativen Küstennähe so viele Wale beheimatet.

2. Geschichte

Wie alle Kanareninseln war Teneriffa ursprünglich von den Guanchen besiedelt (Guanche bedeutet in der gleichnamigen Sprache Mann/Mensch aus Teneriffa). Als mächtigster Guanchenhäuptling auf Teneriffa gilt Tinerfe, der im 15. Jahrhundert lebte. Nach seinem Tod wurde die Insel unter seinen neun Söhnen aufgeteilt. Sie regierten während der Ankunft der ersten Spanier.

Nachdem die Insel den Europäern seit dem 14. Jahrhundert bekannt war, wurde sie 1496 nach dem Sieg bei La Laguna als letzte Kanareninsel von den Spaniern erobert. Von nun an bildete sie einen wichtigen Stützpunkt des Schiffsverkehrs zwischen Spanien und seinen amerikanischen Kolonien.

Eine Blütezeit erlebte Teneriffa während der Aufklärung. Bedeutende Persönlichkeiten wie Alexander von Humboldt besuchten die Insel. Trotzdem konnte sich Teneriffa nicht von der vorherrschenden feudalistischen Gesellschaftsordnung lösen, so dass es erst im 19. Jahrhundert zu Reformen kam.

Die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts waren geprägt von einer fortschreitenden Radikalisierung. 1936 startete der General Franco seinen Putsch von Teneriffa aus. Der Spanische Bürgerkrieg erreichte Teneriffa nicht, jedoch wirkte sich die wirtschaftliche Isolierung unter der Diktatur sehr negativ aus. Das einzige Exportgut waren seinerzeit Bananen für das Festland.

Nach der Demokratisierung ab 1975 erhielten Teneriffa und alle anderen Inseln des Archipels Autonomie, und der Tourismus gewann immer mehr an Bedeutung.


3. Sehenswürdigkeiten

Pico del Teide
Altstadt von La Laguna (Weltkulturerbe der UNESCO)
Altstadt von La Orotava
Orotava-Tal
Kraterlandschaft des Teide
Mercedeswald im Anaga-Gebirge
Tal von Masca
Felsen von Los Gigantes
Barranco del Infierno
Drachenbaum von Icod de los Vinos
Pyramiden von Güímar
Loro Park unter anderem mit der größten Papageiensammlung der Welt

4. Wirtschaft und Infrastruktur

Teneriffa ist eine typische Urlaubsinsel, folglich sind auch die Wirtschaft und die Infrastruktur überwiegend auf den Tourismus eingestellt. 1885 besuchten zum ersten Mal 350 Touristen aus England die Insel. Sechs Jahre später kamen schon über 5.000 Gäste im Jahr, und 2004 waren es ca. 4,8 Millionen. Der Fremdenverkehr konzentriert sich vor allem auf die Nordküste um Puerto de la Cruz und den Süden bei Los Cristianos. In der Landwirtschaft werden Kartoffeln, Bananen, Tomaten und Wein angebaut.

Die Autobahnen führen von der Hauptstadt Santa Cruz in die Ferienzentren Puerto de la Cruz sowie Los Cristianos und Playa de las Americas. Es gibt zwei Flughäfen - einen bei La Laguna in der Nähe von Santa Cruz sowie einen im Süden der Insel, der von den wichtigsten Badeorten sehr schnell erreichbar ist. Als billigste Verkehrsmittel gelten die Linienbusse (Hunde verboten), die fast jede Ortschaft auf der Insel anlaufen. Taxen sind auch sehr preisguenstig (Hunde in Transporttaschen werden akzeptiert).

5. Literatur

Baillon/Eames/Fernandez-Armesto: APA-Guides. Teneriffa - La Gomera - La Palma - El Hierro, APA : Berlin u. a. 1990

Börjes, Irene: Teneriffa, Michael Müller Verlag : Erlangen 1996, 407 S., ISBN 3-923278-36-5

Pott, Joachim/Hüppe, Joachim/de la Torre, Wofredo Wildpret: Die Kanarischen Inseln. Natur- und
Kulturlandschaften, Ulmer : Stuttgart 2003, 320 S., 295 Farbfotos, 28 Farbgrafiken, 3 Tabellen, ISBN 3-8001-3284-2 (reichbebilderte Darstellung der Geobotanik)


Kanarische Inseln

Hauptinseln: Fuerteventura | Gran Canaria | La Gomera | El Hierro | Lanzarote | La Palma | Teneriffa

Nebeninseln: Alegranza | Graciosa | Los Lobos | Montaña Clara | Roque del Este | Roque del Oeste

erstellt: 26. 03. 05 · zuletzt gešndert: 13. 10. 05 · 4966 mal gelesen · hoch
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