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Das ist der Gipfel

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Der Pico de Teide, Mit 3.718 Metern ist er der größte, der höchste Berg Spaniens überhaupt. Die Ureinwohner, die Guanchen, nannten ihn „Echeide“, was soviel wie Hölle heißt. Sie mieden den Berg, denn auf dem „Höllenberg“ wohnte die böse Göttin Guayota, die aus Wut und Rache mit Lava und Feuer warf, um die Menschen zu strafen.

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Der Teide im Winter?

1706 spukte der „Höllenberg“ aus dem benachbarten etwas kleineren Pico Viejo (3.070 m) das letzte Mal Feuer. Dieser Ausbruch soll auch der schlimmste seit Menschengedenken gewesen sein: Über zehntausend Menschen sollen damals den Tod gefunden haben und die Lava strömte bis hinunter nach Garachico ins Meer. Der Hafen wurde völlig zerstört und die einst so stolze, reiche Hafenstadt, die wichtigste der Insel damals, wurde zwar wieder aufgebaut, degenerierte aber zu einem unbedeutenden Flecken, zu einem Wirtschaftsnotstandsgebiet.

Knapp neunzig Jahre später, im Juni 1799, bestieg Alexander von Humboldt den Berg: „Hände und Gesicht waren uns (vor Kälte) erstarrt, während unsere Stiefel auf dem Boden, auf den wir den Fuß setzten, verbrannten. Wasserdampf mit einem eigentümlichen Sumsen strömte aus dem Boden.“ So heiß wird uns der Boden unter den Füßen heute nicht mehr, denn der Berg ist nicht mehr aktiv.

Der Pico de Teide, der zumeist zwischen November bis März eine Schneekappe trägt, ist vor ungefähr einer halben Million Jahre entstanden. Über seinem alten Krater, der Rambleta, wuchs ein 200 m hoher Zuckerhut, der Piton. Der Teide ist damit das jüngste Stückchen Teneriffa.

Der einstige nationale Parador, das staatliche Hotel am Fuße des Berges, auf das jeder Reiseführer zur Einkehr hinweist, existiert nicht mehr. Er wird abgerissen. Ein ähnliches Schicksal droht nun der Seilbahn, die täglich tausende von Besuchern von 9 - 16 Uhr zum Kraterrand gebaggert hat. Durch die Besucher werden täglich 665.000 Steine ins Rollen gebracht. Nun soll zum Schutze der Natur, nicht nur der Gipfel, der seit 1993 für fußfaules Publikum off-limits ist, sondern auch der ganze Berg gesperrt werden. Nur noch genehmigte Führungen sollen künftig erlaubt sein. Zum großen Teneriffa-Wandererlebnis zählt zweifellos der Aufstieg am späten Nachmittag (4 Std.) mit Übernachtung in der Altavista-Hütte und dem grandiosen Sonnenaufgang auf dem Teide-Gipfel. Wenn man Glück hat, wird die Silhouette der Insel Gran Canaria in den Farben des Regenbogens auf den kobaltblauen Morgenhimmel projeziert, ein wahrhaft göttliches Schauspiel.

Besucher sollten daran denken, daß es in der Höhe empfindlich kalt ist, oft sogar Temperaturen unter Null Grad herrschen. Letztes Jahr wurden über zwanzig leichtbeschürzte Besucher mit Erfrierungen ins Krankenhaus eingeliefert. Wenn der „Höllenberg“ also ruft, dann wenigstens nicht Wollsocken, Wanderstiefel, warme, winddichte Kleidung, Handschuhe und Sonnenhut vergessen.

erstellt: 12. 12. 02 · zuletzt geändert: 7. 02. 03 · 3945 mal gelesen · hoch
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